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Maastricht Niederlande

  • Autorenbild: Ellen
    Ellen
  • 22. Juni
  • 3 Min. Lesezeit

Wir starten unsere Tour durch die Niederlande, bzw. durch Südholland, in Maastricht. Die Hauptstadt der Provinz Limburg zählt zu den ältesten Städten in den Niederlanden.

Weltbekannt wurde die Stadt durch die Unterzeichnung der "Maastrichter Verträge" 1992 zur Gründung der EU.


Wir haben uns für den Stellplatz Camperplaats Papillon entschieden. Er liegt direkt an der Maas, mit viel Grün und wir kommen von hier aus wunderbar mit den Rädern in die Stadt.

Der Platz ist schlicht und zweckmäßig, für einen Städtetrip 1 bis 2 Tage jedoch ideal.




In knapp 15 Minuten sind wir mitten in der historischen Altstadt. Wir parken die Fahrräder an einem der vielen Radparkplätze, direkt gegenüber der St. Matthäus Kirche. Bei Temperaturen um die 30° starten wir zu unserer Besichtigungstour, mal schauen wie weit wir bei der Hitze kommen.



In wenigen Schritten erreichen wir den Marktplatz. Heute ist kein Markt und der große Platz ist ziemlich leer. So hat man freien Blick zum "Mooswief", das heißt die Gemüseverkäuferin. Die Steinskulptur, in einem Brunnen, ehrt die hart arbeitenden Marktfrauen des frühen 20. Jahrhunderts. Beeindruckend ist auch das imposante Rathaus "Stadthuis" aus dem 17. Jahrhundert, mitten auf dem Platz.



Wir schlendern entlang der kleinen Seitenstraßen, vorbei an unzähligen Restaurants, Bars, Geschäften und Boutiquen, ein Eldorado für Shopping Fans.




Nur ein kleines Stück weiter durch die Gassen und wir kommen zum Highlight auf unserer Stadterkundung, für mich jedenfalls. Die ehemalige Dominikanerkirche erbaut im 13.Jahrhundert, wurde zum wohl schönsten Buchladen der Welt umfunktioniert.




Die steinernen Deckengewölbe und das durch die großen Kirchenfenster einfallende Licht schaffen ein wunderbares Ambiente.



Im Boden sind noch die gravierten, eingelassenen Grabsteinplatten vorhanden.



Wo früher der Kirchenchor sang, und der Altar stand, erwartet die Besucher heute ein Café mit einem großen Tisch in Kreuzform.




Weiter geht unsere Tour und wir gelangen über den Regenbogen-Zebrastreifen zum größten Platz von Maastricht, dem Vrijthof.

Im 15. Jahrhundert war der Platz ein Ort der Hinrichtungen. Rund 100 Jahre später, als Maastricht zur Festungsstadt wurde, wurden hier Militärparaden und Umzüge abgehalten. Heute ist der ehemalige Friedhof ein beliebter Treffpunkt bei Jung und Alt. Im Frühjahr feiern hier die Maastrichter Karnevals und im Sommer zückt der berühmte Sohn der Stadt, André Rieu, alljährlich seine Violine und begeistert das Publikum.


Vrijthof Maastricht
Vrijthof Maastricht


Hier befindet sich die Basilika des Heiligen Servatius mit den markanten Doppeltürmen.




Gleich daneben ist dann auch die gotische Kirche Sint Janskerk (St. Johannes) mit ihrem roten Turm. Innen sehr schlicht und mit schöner Orgel.



An einer Seite des Platzes befinden sich farbenfrohe Steinskulpturen die eine Karnevals Musiktruppe darstellen. Vor allem in Südholland wird ausgiebig und farbenfroh Karneval mit Straßenfesten und Umzügen gefeiert.




Viele kleine, enge Gassen führen uns weiter zum Jekerkwartier. Es liegt direkt in der Nähe, des historischen Zentrums. Hier befinden sich auch Reste der historischen Stadtmauer.




Glücklicherweise ist hier auch der hübsche "Monseigneur Nolenspark" Park und es wird Zeit für eine kleine Eispause mit Schatten spendenden Bäumen.




Erholt bummeln wir weiter und erreichen das Helpoort. Es ist das älteste noch erhalten gebliebene Stadttor der Niederlande und das einzige in Maastricht. Das eindrucksvolle Steintor stammt aus dem Jahr 1229, als Maastricht das Stadtrecht erteilt wurde. Rund zwei Jahrhunderte lang diente es der Befestigung der Stadt. Im Anschluss daran war es mal Waffenkammer, Pulverturm und sogar Künstlergalerie.



Durch das Tor kommen wir zurück vom Park in die Altstadt und schlendern zur Maas. Unser Ziel ist die Sint-Servaasbrug, Servatiusbrücke. Dies ist die älteste erhaltene Brücke der Niederlande, benannt nach Maastrichts 4. Bischof der Heilige Servatius. Sie ist eine malerische Steinbogenbrücke, die nur für Fußgänger und Radfahrer freigegeben ist. Sie verbindet das historische Stadtzentrum mit dem belebten Stadtteil Wyck.



Wir drehen eine kleine Runde durch das belebte Wyck, hier sind viele Studenten unterwegs. Anschließend spazieren wir an der Uferpromenade entlang und erreichen die Wilhelminabrücke, von dort kommen wir wieder über die Maas und können prima die Servaasbrug fotografieren.




Was für eine schöne Stadt, natürlich genießen wir noch ein Kaltgetränk zur Erfrischung am Marktplatz und kaufen noch höllandische Tomaten :) heute Abend gibt es Spaghetti und Salat aus der Camperküche. Morgen geht die Reise weiter.

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