Ravenna
- Ellen

- 3. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Nach einer ruhigen Nacht in San Marino, gab es ein kleines Frühstück und im Anschluss sind wir weiter in die Emilia-Romagna nach Ravenna gefahren. Die Stadt ermöglicht es den Wohnmobilisten, zentral in der Nähe der Altstadt, für nur 2,25 Euro für 24 h zu parken, toll.
Wir machen uns gleich auf den Weg zur Besichtigung. Ravenna wird auch die Hauptstadt der Mosaike genannt. Unsere Route führt uns zur Porta Napoli gleich mit hübschem Mosaikboden im Durchgang.
Jahrhundertelang war Ravenna der Mittelpunkt der Welt. Zuerst als Hauptstadt des Weströmischen Reichs unter dem Gotenkönig Theoderich und später als Zentrum des Byzantinischen Reichs.
Die Basilika San Vitale aus dem Jahr 547, zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe, es gibt noch 7 weitere Weltkulturerbstätten in Ravenna. Im Vergleich zu anderen Kirchen und Bauwerken in Italien wirkt die Kirche von außen fast ein wenig unscheinbar. Der hohe achteckige Innenraum jedoch ist mit kunstvollen Bildern aus unzähligen kleinen Mosaikfliesen prachtvoll verziert. Ebenso die Kuppel, die Wände und sogar die Böden. Grandios!
Gleich daneben befindet sich das Mausoleum der Galla Placidia. Das relativ kleine, kreuzförmig erbaute Mausoleum wirkt mit seiner Steinfassade eher schlicht. Im Inneren aber befinden sich wunderschöne und außergewöhnliche Mosaike. Die Kuppel und die Decken sind übersät mit weißen und goldenen Sternen auf dunkelblauem Grund.
Eigentlich sollte hier Kaiserin Galla Placidia unter dem Sternenhimmel zur Ruhe gesetzt werden, was aber nie geschah.
Wir kommen zur Piazza del Popolo. Der zentrale Platz stammt aus dem 15. Jahrhundert und wird eingerahmt von vielen historischen Gebäuden, eleganten venezianischen Säulen und sogar von Palästen wie dem Palazzo Comunale (heute Rathaus), dem Palazetto Veneziano und dem markanten Uhrturm.
Nur eine Straße weiter erreichen wir das Grabmahl von Dante Alighieri (*1265 +1321).
Er war ein bekannter italienischer Dichter und Philosoph. Gleich daneben ist das Dante Museum in einem ehemaligen Franziskanerkloster, mit sehr schönem Kreuzgang im Innenhof.
Unser nächstes Ziel ist das Baptisterium der Kathedrale von Ravenna. Die Neonische Taufkapelle liegt gleich neben der Basilika und gilt als das älteste Bauwerk Ravennas. Die Mosaike sind hier so kunstvoll, dass der Innenraum des Baptisteriums sogar als der schönste der gesamten Spätantike gilt. In der Mitte der Taufkapelle befindet sich ein achteckiger Taufbrunnen aus griechischem Marmor.
Zum Schluß unserer Besichtigungstour besuchen wir den Dom von Ravenna. Er stammt aus dem Barock und ist direkt neben dem Baptisterium. Daneben steht der Glockenturm. Ein schöner Säulengang führt zum Altar.
Nun machen wir uns durch die Gassen auf den Rückweg zu unserem Van. Nach über 6 km Sightseeing sind wir heute platt, dabei hätte es noch jede Menge an Sehenswürdigkeiten gegeben.
Auf dem Weg gab es noch einen leckeren Piadina. Eine Art dünnes Fladenbrot, typisch hier aus der Region. Unserer war lecker gefüllt mit italienischem Schinken, Käse, Tomaten und Rucola. Heute muss keiner mehr kochen 😉











































































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