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Utrecht

  • Autorenbild: Ellen
    Ellen
  • 23. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

Auf unserer Tour durch Holland haben wir einen kleinen Stopp in Utrecht eingelegt. Die viertgrößte Stadt der Niederlande wird oft als die kleine Schwester von Amsterdam bezeichnet.

Wir haben uns direkt in diese lebendige und quirlige Stadt verliebt, wäre es nicht sooo unsagbar heiß, hätten wir noch mehr unternommen und besichtigt.


Wir haben außerhalb geparkt, um die zusätzliche Gebühr für eine Vignette wegen der Umweltzone zu umgehen. Dann sind wir mit den Rädern ca. 6 km mitten ins Zentrum geradelt. Was hier für ein Radverkehr herrscht, habe ich noch nicht erlebt.

Gefühlt sind mehr Menschen mit dem Rad unterwegs als zu Fuß oder mit dem Auto. Ein breitgefächertes Aufgebot sämtlicher Fahrräder jeglichen Alters, mit und ohne Motor, es ist der Hammer.





Wir finden in einer Seitenstraße ein freies Plätzchen und stellen unsere Räder ab und weiter geht es zu Fuß durch die historische Altstadt.


Durch die Altstadt fließen die beiden Kanäle Oudegracht und Nieuwegracht, welche sowohl bei Einheimischen als auch bei den Touristen sehr beliebt sind. Es herrscht reges Treiben am und auf dem Wasser. Grachtenfahrten und eigene Bootskapitäne manövrieren durch die Kanäle. Immer wieder sieht man auch Tretboote, Kanus und SUPler.




Das Ufer säumen zahlreiche Restaurants und Bars, oft auch in der unteren Reihe direkt am Wasser.



Hoch über der Altstadt ragt der Utrechter Dom. Der markante Domturm ist nicht nur von weitem zu sehen, sondern das Wahrzeichen von Utrecht. Mit seinen 112 Metern ist er auch der höchste Kirchturm der Niederlande.




Der Pandhof ist der berühmte, versteckte Klostergarten in Utrecht. Er liegt idyllisch zwischen dem Dom und der Universitätsakademie. Der malerische, im gotischen Stil umschlossene Kreuzgang, stammt aus dem 14. Jahrhundert.




Ein Muss für uns ist der Besuch eines ungewöhnlichen Bierlokals. An der Achter Clarenburg serviert Olivier belgische und besondere Biere aus aller Welt. Das außergewöhnliche ist jedoch - das Lokal befindet sich in einer alten Kirche.

Von der Kirche aus den 1860er Jahren sind einige Elemente erhalten, wie die Altarnische, das Gewölbe und die Orgel.



Ursprünglich war die Maria Minor eine berühmte ehemalige Geheimkirche. Nach der Reformation im 16. Jahrhundert war es Katholiken verboten, ihren Glauben öffentlich zu praktizieren. Daraufhin bauten sie im Inneren des unauffälligen mittelalterlichen Hauses Clarenburg diese versteckte Kapelle.


Dieses ungewöhnliche Lokal muss man einfach erlebt haben. Und nicht nur das Bier ist kühl, sondern auch die "Location" 😀 Prost.


Überhaupt ist der ungezwungene Umgang der Holländer mit ihren Kirchen absolut großartig. Eine Kirche in der Innenstadt wurde kurzerhand in ein Apartmentgebäude umgewandelt, in Maastricht beherbergt eine ehemalige Kirche eine sensationelle Buchhandlung und heute trinken wir ein kühles Bier in einer früheren Kirche. Sowas wäre in Deutschland wohl undenkbar.


Auf dem Rückweg zu unseren Fahrrädern schlendern wir noch an einigen Souvenirshops vorbei und natürlich ist auch hier WM Stimmung.



Ein heißer Tag geht zu Ende und wir freuen uns heute besonders auf Beine hoch legen und einen gemütlichen Abend genießen.


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